Tagestipps im Radio

Tagestipps

Samstag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Nachts - Unterwegs mit drei Flaneurinnen Von Stefanie Heim und Vivien Schütz Regie: die Autorinnen Komposition: Ives Schachtschabel Ton: Michael Kube Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2023 Länge: 52"57 Drei Frauen dokumentieren ihr nächtliches Flanieren mit dem Mikrofon. Wie selbstverständlich ist es, als Frau nachts allein unterwegs zu sein? Ein atmosphärischer Streifzug mit verschiedenen weiblichen Perspektiven. Shubhra genießt es, nachts durch ihre Lieblingsstraßen in Berlin zu schlendern und in beleuchtete (Schau-)Fenster zu sehen. In Berlin erfährt sie eine Freiheit, die ihr in ihrer Heimat Indien verwehrt bleibt. Felicia hingegen kann nur im Dunkeln zur Ruhe kommen, ohne die Reizüberflutung der Stadt - bevorzugt im Wald. Sie spricht über ihre nächtlichen Erfahrungen, als die Außenwelt sie noch als Mann gelesen hat. Und Nele lässt sich hedonistisch durch Bars und Clubs in Leipzig treiben, um ihrer Schlaflosigkeit zu entfliehen. Das Feature begleitet Flaneurinnen bei ihren selbstbewussten Erkundungen nächtlicher Räume, die traditionell männerdominiert sind. Es lädt Hörerinnen und Hörer dazu ein, die Nacht fernab von Ängsten und Einschränkungen zu erleben. Gefördert durch die Film- und Medienstiftung NRW. Vivien Schütz ist freie Autorin und produziert dokumentarische und fiktive Geschichten für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Podcast-Labels. Ihre unabhängig produzierten Kurzhörspiele "Die mit Dinkel" und "Re:Produktion" (2022) wurden beide mit dem ARD-PiNball-Award ausgezeichnet. Zuletzt: 10-teiligeHörspielserie "Re:Produktion" (SWR 2022) und "Einhundert - Lori Glori will ihre Stimme von DJ Bobo zurück" (Deutschlandfunk Nova 2023). Stefanie Heim, geboren in Potsdam, lebt in Erfurt als freie Autorin und produziert Hörspiele, Features und serielle Formate für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. 2019 realisierte sie als Stipendiatin der Akademie der Künste das audiovisuelle Projekt "Heim(at)", 2022 war sie Stipendiatin der NRW Film- und Medienstiftung. Zuletzt: 10-teilige Hörspielserie "Re:Produktion" (SWR 2022). Heim und Schütz gewannen mit einer Kurzfassung von "Re:Produktion" den ARD-PiNball-Award 2020. Ihr Hörstück "Nach(t)spiel" wurde beim dokKa Festival 2021 in Karlsruhe als "Beste Kurzdoku" ausgezeichnet. Nächtlicher Streifzug Unterwegs mit drei Flaneurinnen Länge: 53:03 Minuten

Samstag 18:05 Uhr BR-Klassik

BR-KLASSIK - Jazz und mehr

"Kleine Lieder, große Gefühle" Mit Aufnahmen von Fred Hersch, Salaputia Brass, Joel Ross, dem Eva Klesse Quartett und anderen Moderation und Auswahl: Beatrix Gillmann

Samstag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel - Kunstpalast

Deutschland 2071 Von Nature Theater of Oklahoma Verrückte Dystopie über ein Land im Wahnsinn Regie: die AutorInnen Produktion: WDR 2017

Samstag 19:05 Uhr BR-Klassik

BR-KLASSIK - Musik der Welt

Die Vielfalt globaler Sounds Anpfiff - Im EM-Fußball-Fieber Moderation und Auswahl: Judith Rubatscher München ist im Ausnahmezustand. Fußballfans aus ganz Europa sind in der Stadt und wollen live dabei sein, wenn ihre Nationalmannschaft um einen Platz im Achtelfinale kämpft. Und auch wir fiebern mit und spielen Musik aus den Ländern der Mannschaften, die in den nächsten Tagen auf dem Rasen stehen. Wer wird es in die nächste Runde schaffen?

Samstag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Hörspiel

Von Dialekt-Hörspiel bis zum Experimental-Stück: Jede Menge Geschichten, die umtreiben und bewegen. «Jolanda Grunder rettet Jakob Bärtschi» E Gschicht us em Wilde Weschte von Matto Kämpf und Trampeltier of LoveAnarchische Hörspiel-Posse in Berner Mundart. Mit schaurig-schräger Musik und mundgeblasenen Geräuschen von Trampeltier of Love. Und mit fauchenden Klapperschlangen, psychedelischen Kakteen, sprechenden Geiern, mordenden Menschen, einem frommen Sheriff und alkoholisierter Kleinkunst im Saloon. 1882 verlässt der kleine Köbi Bärtschi mit seiner verarmten Familie die Gemeinde Rüeggisberg. In der Hoffnung auf eine bessere Zukunft fahren sie mit dem Schiff von Hamburg nach New York. Die Grossmutter stirbt auf der Überfahrt, der Vater wird kurz nach der Ankunft erschossen und die Mutter gewaltsam bedrängt. Aus dem kleinen Köbi wird ein Rächer und Revolverheld wider Willen. Als er am Galgen hängt, ertönt ein Schuss. Jolanda Grunder, seine ehemalige Lehrerin aus Rüeggisberg, hat den Galgenstrick durchschossen und nimmt Köbi mit. Sie gibt ihm eine letzte Chance. Ihr Ziel ist es, Köbi zurück auf den rechten Weg zu führen. Ein schwieriges Unterfangen. «Dr Köbi isch ufem Harrassli gstange, Das wär ja no gange, We obe dranne nid das Seili wär ghanget » Trampeltier of Love ist eine unberechenbare, hippe Quasi-Band aus Bern und Luzern. Die vier Herren glauben an die Kraft träfer Sprüche und struber Sätze. Und erst recht an diejenige der grossen Liebe! Kämpf singt katzfalsch, Hari versucht zu retten, Unternährer bläst unentwegt von hinten nach vorne. Dodell auch. Ausser, dass er nicht bläst. 13 Lorenz Bach in Musik heute Mit: Matto Kämpf (Erzähler, Gesang, Topfdeckel, Löffel, Kokosnüsse), Rahel Hubacher (Jolanda), Gilles Marti (Köbi), Jonathan Loosli (diverse böse Männer), Dominique Jann (diverse nicht so böse Männer), Anne Hodler (Mutter Bärtschi), Simon Hari (Querflöte, Gesang, Trompeten, Piano), Marc Unternährer (Tuba, Shrutibox, Mundharmonika, Gesang), Benjamin Dodell (Schlagwerk, Melodica, Gesang, Blockflöte) Komposition: Simon Hari - Tontechnik: Tom Willen - Regie: Mark Ginzler Produktion: SRF 2024 - Dauer: 53"

Samstag 20:03 Uhr SR2 Kulturradio

ARD Oper

Jules Massenet: Werther Werther: Matthew Polenzani, Tenor Charlotte: Annalisa Stroppa, Mezzosopran Sophie: Suzanne Jerosme, Sopran Albert: Germán E. Alcántara, Bariton Le Bailli: Lucas Singer, Bass Schmidt: John Heuzenroeder, Tenor Johann/ Brühlmann: Timothy Edlin: Bariton OpernKinderchor der Chorakademie Dortmund WDR Funkhausorchester Leitung: Giacomo Sagripanti Aufnahme vom 9. Juni 2024 aus dem Konzerthaus Dortmund im Rahmen des Klangvokal Musikfestivals Musikdramatischer Sturm und Drang à la française beim Klangvokal Musikfestival Dortmund mit Massenets "Werther" 1774 landet der junge Goethe mit einem Briefroman über den Rechtspraktikanten Werther, der bis zu seinem Suizid über seine unerfüllte Liebe zu der verheirateten Charlotte berichtet, den ersten Bestseller der deutschen Literatur. Der Welterfolg hat auch die Musikwelt seiner Zeit und lange danach inspiriert. Jules Massenets 1892 in Wien uraufgeführt Oper "Werther" auf ein Libretto von Edouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann ist die wohl erfolgreichste Vertonung des aufreibenden Stoffs. Die Tenor-Partie des Titelhelden gehört zu den schönsten und expressivsten des französischen Repertoires und wird in Dortmund von MET-Star Matthew Polenzani übernommen.

Samstag 20:03 Uhr Bayern 2

Hörspiel Krimi

Feuerengel Von Robert Bloch Aus dem Englischen von Gretl Friedmann Mit Edgar Selge, Walter Renneisen, Katharina Palm, Roland Bayer und anderen Regie: Irene Schuck BR 1997 Philip Dempster ist Autor und Journalist. Seit einiger Zeit plagen ihn Alpträume. Dempster trinkt, kommt mit seinem Buch nicht mehr weiter. Also nimmt er für eine Zeitung einen Auftrag über sein Spezialgebiet an: das Sektenunwesen in der Stadt. Bei seinen Recherchen gerät Dempster in ein Netz von Intrigen. Kurz nach seinem Besuch gehen Kirchen in Flammen auf, Sektenführer sterben. Ist Dempster selbst der Brandstifter? Die Polizei verdächtigt ihn. Doch viel schlimmer ist: Er kann sich diese Frage nicht beantworten, fühlt sich verfolgt von einem mysteriösen kleinen Mann mit Harlekingesicht. Und seine Träume werden immer quälender... Robert Bloch (1917-1994), amerikanischer Roman- und Drehbuchautor. Werke u.a. The Scarf (1947), The Kidnapper (1954). Literarische Vorlage zu Alfred Hitchcocks Psycho.

Samstag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Beton Nach dem Roman Von Thomas Bernhard Bearbeitung und Regie: Ulrich Gerhardt Mit: Peter Simonischek Ton und Technik: Karl-Heinz Stevens, Angelika Brochhaus Produktion: Deutschlandfunk/ORF 2005 Länge: 79"11 Rudolf bereitet seit zehn Jahren eine Arbeit über seinen Lieblingskomponisten Felix Mendelssohn Bartholdy vor, doch er scheitert schon am Anfangssatz. Thomas Bernhards absatz- und atemloser Monolog als Hörspiel. Rudolf schreibt seit einem Jahrzehnt an seiner großen wissenschaftlichen Arbeit über den Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy. Widrige Umstände hindern ihn am Schreiben des ersten Satzes: der Besuch seiner Schwester, nach ihrem Weggang die Furcht, sie könnte wiederkommen, Krankheit, das schlechte Wetter. Deshalb packt er die Koffer, um in Palma endlich schreiben zu können. Er sitzt dort in einem Café und erinnert sich an eine junge Frau, die er bei seinem letzten Palma-Aufenthalt vor anderthalb Jahren angesprochen hat, an ihr trauriges Schicksal, das ihn plötzlich brennend interessiert. Thomas Bernhard (1931-1989) zählt zu den bedeutendsten österreichischen und deutschsprachigen Schriftstellern. Er schuf in Prosawerken und Bühnenstücken einen unverwechselbaren Duktus musikalischer Polemik. U.a. wurde er 1970 mit dem Georg-Büchner-Preis und 1972 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Werke u.a. "Frost" (1963), "Verstörung" (1967), "Das Kalkwerk" (1970), "Der Untergeher" (1983), "Auslöschung" (1986), "Heldenplatz" (1988).

Samstag 22:00 Uhr Bremen Zwei

Sounds in concert: Summersounds Charles Pasi & Nomfusi

Am 31. Mai steht die Bremer Neustadt ganz im Zeichen des Summersounds Festival in den Neustadtswallanlagen. Auf der sogenannten Hügelbühne spielen am Freitagabend die südafrikanische Sängerin Nomfusi, die Pop, Soul und Afrobeat miteinander kombiniert und der Franzose Charles Pasi, der mit seiner warmen und charaktervollen Stimme Blues, Jazz und Rock kombiniert und mit seiner Mundharmonika brilliert.

Samstag 23:03 Uhr SWR Kultur

Ohne Limit

Der Mann in der Menge Hörstück in Deutsch und Englisch von Rainer Römer unter Verwendung von Edgar Allan Poes Erzählung "The Man in the Crowd" Aus dem Englischen von Hans Wollschläger und Charles Baudelaires Gedicht "A une passante" Aus dem Französischen von Friedhelm Kemp und ins Englische übertragen von Robert Argrich Mit: Graham Valentin, Sylvester Groth u. a. Gesang: Antonia Rug Musik und Realisation: Rainer Römer (Produktion: SWR 2016 in Zusammenarbeit mit der Popakademie Baden-Württemberg) 1840 schrieb Edgar Allan Poe über einen Flaneur, der, im Café sitzend, einen geheimnisvollen Mann in der Menge erblickt. Er folgt ihm, um sein Geheimnis zu ergründen, das Mord oder erotisches Abenteuer bedeuten könnte, durch die düsteren Straßen Londons. 17 Jahre später schreibt Charles Baudelaires Gedicht "A une passante". Es umkreist das Glücksversprechen einer in der Menge "vorübergehende Frau". Sex, Gewalt, Verführung, Geheimnis: Großstadtleben wird hier in Bilder gefasst. Das Hörspiel überträgt sie über ein musikalisches Setting zwischen Pop, Elektronik und Streichtrio in die Gegenwart.

Freitag Sonntag