Tagestipps im Radio

Tagestipps

Montag 18:00 Uhr Bremen Zwei

Gesprächszeit: Michael Martin

Michael Martin hat hunderte Reisen unternommen. Er hat den Globus auf dem Motorrad, mit dem Hundeschlitten, auf Skiern oder mit Geländewagen oder Helikopter erkundet. Unterwegs fotografiert er das, was seine Neugier antreibt: Die umwerfende Schönheit unserer Natur. Mit seinen Foto-Vorträgen füllt er riesige Hallen und weist darauf hin, wie sehr die Schönheit unseres Planeten bedroht ist.

Montag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Andre Zantow Wagner-Chef Prigoschin Rivale des russischen Militärs Von Gesine Dornblüth Seit dem russischen Überfall auf die Ostukraine und die Krim 2014 tritt die sogenannte Wagner Gruppe in Erscheinung. Die paramilitärische Söldnerarmee wurde gegründet von Jewgeni Prigoschin. Einst als "Koch von Putin" bekannt, stritt der langjährige Gefängnisinsasse früher vehement ab, etwas mit den Wagner-Einheiten zu tun zu haben. Inzwischen präsentiert er sich selbstbewusst medial als Kopf der Söldnertruppe und rühmt sie nach dem Einmarsch in die ukrainische Stadt Soledar im Januar als "wahrscheinlich erfahrenste Armee der Welt derzeit".Das russische Militär kritisiert er scharf. Beobachter fragen sich, ob das Russlands Machthaber Putin eher nützt oder schadet und ob das wieder einen Wendepunkt im Krieg darstellt.

Montag 19:00 Uhr HR2

Hörbar Melancholisch schön: Masha The Rich Man & mehr Musik grenzenlos

Moderation: Martin Kersten Nicht nur für die Sturm & Drang-Zeit gut: Die Musik von Masha The Rich Man spielt sich ab zwischen Weltschmerz, Umarmung und ganz großem Kino.

Montag 19:05 Uhr SWR2

SWR2 Tandem

Science Slam über Darmbakterien - die Biotechnologin Lisa Budzinski Moderation: Frauke Oppenberg Redaktion: Karin Hutzler Lisa Budzinski forscht am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum Berlin zum Darmmikrobiom und seinen Einfluss auf chronische Entzündungen. Die Zusammensetzung der Darmbakterien ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck. Die Wissenschaftlerin kann für jeden Menschen ein individuelles "Horoskot" erstellen. Das geschieht tagsüber im Labor. Abends steht sie oft auf der Bühne und vermittelt in Science Slams mit Tempo und Witz ihr Forschungsgebiet. Im Dezember 2022 wurde sie Deutsche Meisterin im Science Slam.

Montag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Fehlerkultur, ja bitte! Über den Mut, mal richtig daneben zu hauen ... Von Mandy Schielke (Wdh. v. 28.03.2022) "Irren ist menschlich". Das schrieb bereits vor über 2.000 Jahren der Philosoph Seneca nieder. Das ist bekannt. Weniger bekannt ist, dass das Zitat noch weitergeht: "Aber auf Irrtümern zu bestehen ist teuflisch." Schon damals war also klar: Fehler passieren jedem, entscheidend aber ist der richtige Umgang mit ihnen. Ignorieren, abstreiten, zugeben, abfeiern? Fehler zuzugeben, kann immerhin als Schwäche verstanden werden. Im politischen Geschäft ist das oft so, obwohl Spitzenpolitiker sich mitunter durchaus einsichtig zeigen. Der Popularität hilft es indes nicht unbedingt. In der Gründerszene wird es mit der Fehlerkultur richtig weit getrieben. Bei sogenannten "Fuckup Nights" werden Fehler nicht verschwiegen, sondern gefeiert. Bei diesem Extrem bleibt dann die Frage, was wird aus der Prämisse, dass Fehler doch grundsätzlich zu vermeiden sind? Ist gar der Begriff "Fehler" viel zu schwammig? Was ist ein echter Fehler, was ein bloßer Irrtum und wann beginnt Schuld? Und wie bringen wir unseren Kindern einen gesunden Umgang mit Fehlern bei? Ein weites Feld, dem wir uns in dieser Sendung aus unterschiedlichen Perspektiven widmen wollen.

Montag 20:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Hab mich wohl Von Naema Gabriel Mit Wiebke Puls, Leonard Dölle, Helga Fellerer, Shenja Lacher, Anna Gesa-Raija Lappe, Anna Graenzer, Julia Cortis, Johannes Hitzelberger, Beate Himmelstoß und Friedrich Schloffer Komposition: Andreas Koslik Regie: Alexandra Distler BR 2021 Wiederholung vom Sonntag, 15.05 Uhr Berlin zu Beginn der Corona-Krise, eine Mittvierzigerin in Quarantäne. Mo ist über Nacht von einer Urlauberin zu einer gefährdeten Rückkehrerin aus einem Risikogebiet geworden. Mehr noch als um ihre eigene Gesundheit sorgt sie sich um das Leben ihrer Mutter, die in einem Pflegeheim wohnt, über das nun ein Besuchsverbot verhängt wurde. Mo hat schon so manche Krise durchgestanden, indem sie der ein oder anderen fiktiven Figur Zutritt zu ihrem Leben gewährt hat. So auch jetzt. Da ist zum Beispiel der sehr attraktive personifizierte Tod. Seitdem sie sich am Intensivbett von Mos Mutter kennen lernten, machen er und Mo sich schöne Augen. Oder die Meisterin des Ordnens und Entsorgens: Marie Kondo höchstpersönlich hat Mo bei der Auflösung der Wohnung ihrer Mutter schon eine Lektion fürs Leben erteilt. Aber in dieser nie dagewesenen Krise gilt es, eine Monsterwelle aus Ungewissheit, Sorge, Machtlosigkeit, Einsamkeit und Trauer zu surfen. Mo stellt sich ihren Aufgaben mit Zärtlichkeit und Humor. So tun sich ganz neue Räume auf zwischen Lebenslust und Lebensmüdigkeit, Traum und Realität, Kampf und Kapitulation. Naema Gabriel, geb. 1974, Autorin, Illustratorin, Goldschmiedin, abgebrochenes Theologiestudium, Studium der Freien Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Drehbuch-Master an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Graphic Novel Sinus (2014). Debüt-Hörspiel Bei Trost (hr 2018).

Montag 22:00 Uhr MDR KULTUR

Haltestelle *

Von Rolf Schneider Der Ort: Die Anlegestelle einer Schwaneninsel, die man in dreikommafünf Kilometer Fußmarsch umrunden kann; vorausgesetzt, es stehen nicht zwei Kilometer des Weges unter Wasser, wie der junge Mann, ein Biologiestudent, in Rolf Schneiders wortgewandtem Hörspiel behauptet. Gut möglich, dass er die wartende Krankenschwester nur davon abbringen will sich zu entfernen. Denn soeben ist der Ausflugsdampfer, der das Eiland mit der nächsten Stadt verbindet, an der Haltestelle vorbeigefahren. Leere Zeit, Zeit zum Plaudern. Nun gut, bald soll das nächste Schiff kommen. Aber was heißt schon bald, oder "demnächst". Denn "demnächst" wird es auch noch anfangen zu regnen, behauptet er. Einen Misanthropen, der sich in ungenauen Formulierungen gefällt - so etwas in der Art widert die junge Frau in ihrem Zeitgenossen. Und über Stock und Stein führt die - wen wundert"s - gut versteckte, aber kaum zu verhehlende Sympathie, die die beiden füreinander hegen. Bis dann, fast zu früh, sich doch das nächste Schiff nähert. "Haltestelle" ist eines der ersten Hörspiele, in denen Dieter Mann mitwirkte - und die erste gemeinsame Arbeit mit Jutta Hoffmann, beide damals im Alter von 27 Jahren. Es ist eine Erstsendung im Hörspielprogramm von MDR KULTUR.

Montag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Kriminalhörspiel

Die Alzheimergang Von Michael Koser Regie: Bärbel Jarchow-Frey Mit: Matthias Walter, Lieselotte Rau, Werner Rehm, Ingeborg Medschinski, Elfriede Irrall, Hans Walter Klein, Astrid Meyerfeldt, Uwe Müller und Shelly Kupferberg Komposition: Peter Kaizar Ton: Alexander Brennecke Produktion: DeutschlandRadio Berlin 2002 Länge: 52"12 Alarm im Willsumer Altersheim: Als Bürgermeisterkandidat Jürgen Waldhorn in seinem Wahlprogramm Einschränkungen für Rentner fordert, machen eine Gruppe von Senioren und ein Zivi dagegen mobil. Der Sozialdezernent von Willsum, Jürgen Waldhorn, will bei der nächsten Bürgermeisterwahl antreten. Im "Willsumer Courier" veröffentlicht er sein zukünftiges Programm: Rentner sollen sich in Bescheidenheit üben und öffentliche Kassen nicht übermäßig strapazieren. Drei Senioren und ein Zivildienstleistender aus dem örtlichen Altersheim lesen den Abdruck im Lokalblatt. Schnell sind sie sich einig: Der Mann muss weg. Sie gründen die Alzheimergang und planen, den Bürgermeisterkandidaten zu entführen. Doch Waldhorn hat ein schwaches Herz und die Gang schon bald ein großes Problem. Michael Koser, geboren 1938 in Berlin, studierte Geschichte, Politik und Germanistik. Seit 1966 ist er freier Autor. Er schrieb zunächst Science-Fiction-Hörspiele und eroberte sich ab 1978 mit der legendären Hörspielreihe "Professor van Dusen" eine wachsende Fan-Gemeinde. Weitere Hörspielserien: "Der letzte Detektiv" (BR) und "Cocktail für zwei" (DLR Berlin). Deutschlandradio produzierte außerdem die Hörspiele "Film Noir" (2001) und "Die Schule der Glücksritter" (2004). Krimi-Komödie: Rentner rebellieren Die Alzheimergang

Montag 22:04 Uhr WDR3

WDR 3 Jazz

Mit Götz Alsmann Der Geheime Garten des Jazz Extended Version: Danny Barker Als Danny Barker 1956 sein Album mit Banjomusik aufnahm, war dieses Instrument am Tiefpunkt seiner Anerkennung angelangt. Unmöglich schien es, auf dem Banjo, das viele für einen schlechten Witz hielten, halbwegs seriösen Jazz zu spielen. Falsch! Ab ca. 1930 wurde das Banjo im Jazz mehr und mehr zu einem Ding von gestern. Als Danny Barker, ein Swing-Gitarrist von höchstem Rang, 1947 begann, mit einem sechssaitigen Gitarrenbanjo zu experimentieren, leitete er damit ein lebenslanges Projekt zur Ehrenrettung dieses oft verlachten Instruments ein. Mit erlesenen Sidemen wie Wellman Braud (Duke Ellington), Joseph Muranyi (Louis Armstrong), Walter Johnson (Coleman Hawkins) und Don Frye (King Oliver) entstand so 1956 das Album "The Fabulous Banjo Of Danny Barker", eine Perle der Banjo-Geschichte. Götz Alsmann stellt es in seinem Geheimen Garten des Jazz vor.

Montag 22:40 Uhr MDR KULTUR

Fragmente von Liebesbriefen *

Von Ireneusz Iredynski Andrzej ist ein erfolgreicher, umschwärmter Schauspieler und Maria eine engagierte Ärztin. Vor 18 Jahren haben sie sich beim Studium kennengelernt; zwei Jahre hielt die Beziehung, dann gingen sie getrennte Wege. "Zwei Ehen später" nehmen sie einen Briefwechsel auf, treffen sich wieder, umkreisen sich in ihrer Sehnsucht nach Nähe, die von der Angst vorm Verlust lebt. Iredynski entwirft eine knappe, beeindruckende Skizze einer widerständigen, lebensdunklen Liebesgeschichte im Polen der späten 70er Jahre. Auch diese Produktion des Rundfunks der DDR, wiederum mit Jutta Hoffmann und Dieter Mann, senden wir erstmals bei MDR KULTUR. Ireneusz Iredynski, (*4.6.1939; - 9.12.1985) verfasste Lyrik, Prosa, Dramen, Hörspiele und Filmdrehbücher. Er zählt zu den kraftvollsten Autoren seiner Genration. Sein besonderes Interesse galt der Widerständigkeit des Menschen im Angesicht physischer und psychischer Gewalt. Regie: Edith Schorn Produktion: Rundfunk der DDR 1979 Mitwirkende: Jutta Hoffmann - Mari Dieter Mann - Andrzej (30 Min.)

Montag 23:00 Uhr Eins Live

1LIVE Soundstories

Bruce Lee, der kleine Drache Von Jörg Buttgereit Hommage an den Meister des Kung-Fu Bruce Lee: Tobias Meister Linda Lee: Gertie Honeck Sprecher: Wolfgang Condrus Jörg: Viktor Neumann Rainer: Florian Lukas Chuck Norris / James Coburn: Manfred Lehmann Roman Polanski / Weintraub: Jürgen Mai Regie: der Autor Produktion: WDR 2003

Montag 23:03 Uhr WDR3

WDR 3 open: World

Mit Anna-Bianca Krause Griots und Griottes: Magische Stimmen Westafrikas Djeli Moussa Condé aus Guinea oder Sona Jobarteh aus Gambia stammen aus Griot-Familien und bewegen sich einerseits in dieser westafrikanische Tradition, in der die artists gleichzeitig Sänger, Geschichtenerzähler, Poeten und Musiker sind, haben sie aber andererseits in die Jetztzeit geholt. Djeli Moussa Condé ist Griot, Gitarrist und Kora-Spieler und ein gefragter Musiker. Von Manu Dibango über Cesaria Evora bis Salif Keita stand er schon mit vielen Größen auf der Bühne und im Studio. Am intensivsten sind jedoch seine eigenen Alben, in denen er mit seiner schönen, geerdeten Stimme von Frieden und anderen humanitären Anliegen singt. Auch Sona Jobarteh spielt Kora, obwohl das in der Tradition für Frauen nicht vorgesehen ist und wie Djeli Moussa Condé kann sie dieses Instrument swingen und grooven lassen. Anna-Bianca Krause stellt in open: World ihre neuen Alben vor und Songs von Baaba Maal, Kimi Djabaté und Ali Farka Touré.

Dienstag 00:00 Uhr Alex Berlin

Schattensaiten - eine Serie voller Mystery und geheimnisvoller Abenteuer

Seaport Secrets 12 - Das Geheimnis der Galeonsfigur Teil 1 Klaus Brandhorst

Dienstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Neue Musik

Flux Frieze Pionier und Komponist elektroakustischer Musik: Bülent Arel (1919-1990) Von Stefan Fricke 1959 verlässt der 40-jährige Arel die Türkei und kreiert fortan in den USA zukunftsweisende Klanglandschaften. In Istanbul geboren, in Ankara und Paris ausgebildet, ist der Komponist und Hochschullehrer Bülent Arel in den 50er-Jahren der erste musikalische Leiter des damals noch jungen Radio Ankara. Mittels eines Stipendiums der Rockefeller Foundation reist er 1959 nach New York, um am dortigen Columbia-Princeton Electronic Music Center zu arbeiten. Er bleibt länger als ursprünglich geplant: sein Leben lang. Arel, der 1962 Edgard Varèse bei der Realisation von dessen "Déserts" unterstützt, gründet das elektronische Musikstudio an der Yale University in New Haven (Connecticut) und initiiert den Studiengang für elektronische Musik in Stony Brook an der State University of New York. In den 50er-Jahren durchaus gelegentlich mit Kammermusik und Orchesterwerken in westdeutschen Konzertsälen präsent, ist sein Schaffen, darunter auch etliche elektroakustische Stücke, weitestgehend in Vergessenheit geraten.

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